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Chronik

Schon in den Jahren vor dem 1. Weltkrieg war das Fußballspiel in Neukirch keine unbekannte Sportart mehr. Damals wurden auf verschiedenen Höhenzügen provisorische Tore aufgestellt, um Fußball spielen zu können. Diese Kickerei hat sich vielfach zum Unmut der Eltern fortgesetzt bis in die Jahre nach dem 2. Weltkrieg. Verschiedentlich wurden auch “wilde Spiele” gegen benachbarte Gemeinden ausgetragen. Nachdem junge fußballinteressierte Neukircher aus Krieg und Gefangenschaft zurückkehrten, kam nach und nach der Gedanke auf, auch in Neukirch einen Fußballverein zu gründen.

 

Holz gegen Fußballschuhe

1947 fanden sich Idealisten zusammen, um im Wagnerstal Holz zu schlagen, welches dann als Tauschobjekt gegen Fußballschuhe verwendet wurde, da gegen Geld in dieser Zeit nur schwer solche Artikel zu bekommen waren. Oft dienten Holzschuhe als Fußballstiefel, da solche damals das gängigste Schuhwerk waren. Den entscheidenden Anstoß zur Vereinsgründung gab eine Skatrunde im Frühjahr 1948 mit Otto Weis, Alfred Rieder, Hubert Ganter Otto Rombach und Ernst Furtwängler. Otto Weis nahm diesen Gedanken begeistert auf und erwies sich in der Folge als Hauptinitiator. Eine zunächst in das Gasthaus “Zum Ochsen” einberufene Versammlung, zu der alle Interessenten eingeladen wurden, bestätigte das große Interesse der Jugendlichen für dieses Vorhaben. Otto Weis erklärte sich dazu bereit, die erforderlichen Vorarbeiten zur Vereinsgründung einzuleiten. Diese Arbeiten waren sehr umfangreich, zumal während der Besatzungszeit strenge Vorschriften bestanden. So war es erforderlich, dass die Anträge und Vereinssatzung in mehrfacher Ausfertigung, sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache angefertigt und zur Genehmigung eingereicht werden mussten. Es mussten vier Antragsteller benannt werden, die den damaligen Verhältnissen entsprechend politisch genehm waren. Für diese Aufgabe stellten sich Arnold Spiegelhalter, Hubert Schirmaier, Paul Faller und Otto Pfaff zur Verfügung. Erschwerend wirkte sich bei den Vorbereitungsarbeiten auch die Währungsreform aus. Ein bereits gesammelter Geldbetrag, als Grundstock für die ersten anfallenden Ausgaben gedacht, wurde dadurch wertlos. Es war auch schwierig einen geeigneten Fußballplatz zu finden. Nach umfangreichen Verhandlungen hat sich Ludwig Fehrenbach (Cyprian Hirschenwirt) bereit erklärt, Gelände für einen Sportplatz auf der Hirschenhöhe zur Verfügung zu stellen. Ein Pachtvertrag wurde 1948 abgeschlossen. Danach wurde zügig mit den Bauarbeiten begonnen, denn bereits für den 22. August war die Platzeinweihung vorgesehen. Nur durch den täglichen Einsatz einer großen Zahl von Helfern war es möglich, die vorhandenen Baumwurzeln zu entfernen und die Einebnungsarbeiten durchzuführen. Nachdem die formellen Vorbereitungen abgeschlossen waren und die Genehmigung der französischen Militärregierung vorlag, wurde die Gründungsversammlung auf den 15. August einberufen. Sie wurde im Gasthaus “Zum Hirschen” abgehalten und konnte eine hohe Besucherzahl vermerken. Der gegründete Verein erhielt den Namen “Sportfreunde Neukirch” mit Sitz in Neukirch”. Das Vereinsziel war, insbesondere die Sportarten Fußball. Handball und Leichtathletik zu fördern. Bei der Gründungsversammlung konnte der Verein einen Mitgliederstand von 93 Personen aufweisen. Die Vorstandswahlen ergaben folgendes Ergebnis: 1. Vorstand: Otto Pfaff, 2.Vorstand: Willi Burgbacher, Hauptkassierer: Hubert Schirmaier, Schriftführer: Otto Weis, Abteilungsleiter: Walter Bett, Fritz Schleich, Jugendleiter: Paul Faller, Trainer: Fritz Schleich, Gerätewart: Otto Rombach, Platzwart: Alfons Braun. Der inzwischen mit großer Mühe fertiggestellte Sportplatz wurde am 5. September 1948 eingeweiht. Zum Eröffnungsspiel trat die Neukircher Mannschaft gegen die zweite Mannschaft des damaligen ASV Villingen an. Das Spiel endete mit einem beachtlichen 3:3 Unentschieden. Der Verein verfügte auch damals schon über eine Jugendmannschaft, die das Vorspiel gegen die Jugendmannschaft des ASV Villingen mit 1:4 verlor. Anschließend wurde die Platzeinweihung im damaligen Vereinslokal, dem Gasthaus “Zum Hirschen” ausgiebig gefeiert. Im Herbst 1948 wurde die 1. Mannschaft zu den Verbandsspielen in die Kreisklasse Staffel 1 eingeteilt. Die damals unerfahrene Mannschaft spielte verständlicherweise nur eine untergeordnete Rolle, was sich am Ende der Runde durch ein Torverhältnis von 9:103 bei nur einem Pluspunkt ausdrückte. Trotz der hohen Niederlagen, die oft zweistellig ausfielen, herrschte in der Mannschaft eine beispielhafte Kameradschaft. Zu den Auswärtsspielen fuhr die Mannschaft meist nur mit einem Lastwagen mit Holzvergaser.

 

Ein neuer Sportplatz

Schon nach einem halben Jahr Spieltätigkeit sahen wir uns durch verschiedene Umstände genötigt, nach einem neuen Sportplatz Ausschau zu halten. In großzügiger Weise hat sich Karl Rombach (damaliger Rösslewirt) bereit erklärt, einen solchen auf der hinteren Rösslehöhe unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Leider konnte auch dieser Platz wegen Hanglage und schlechter Zufahrtsmöglichkeit nicht befriedigen, so dass der Vorschlag des damaligen Pächters Otto Nopper, einen Sportplatz auf der Vorderen Rösslehöhe herzurichten, aufgegriffen wurde. Nach umfangreichen Auffüll- und Planierarbeiten in Eigenleistung, konnte dieser 1952 für den Spielbetrieb genutzt werden. Auch dieser Platz wurde von der Familie Rombach kostenlos zur Verfügung gestellt.

 

Die Skizunft Brend entsteht

Dem verein war auch eine Ski-Abteilung angeschlossen, die insbesondere von Fritz Schleich aufgebaut und betreut wurde. Hier hat man sich unter einfachsten Bedingungen vor allem dem Langlauf gewidmet. Im Januar 1949 wurde Oskar Burgbacher sensationell Bezirksmeister und wenige Wochen später die Staffel der Sportfreunde in der Besetzung Max Weis, Herbert Hermann, Fritz Schleich und Oskar Burgbacher Schwarzwaldmeister. Die erste Großveranstaltung “Rund um Neukirch” wurde am 17.03.1949 von der Skiabteilung der Spfr. Neukirch durchgeführt. Dies waren auch die ersten Anfänge des später so erfolgreichen Langläufers Oskar Burgbacher. Bald zeigte sich, dass Skisport und Fußball schlecht zu vereinbaren waren, zumal sich die ersten Fußballspiele im Frühjahr mit den letzten Langlaufveranstaltungen kreuzten, wodurch Spannungen entstanden. Dies führte dazu, dass sich die Skiabteilung schon 1949 von den Sportfreunden löste und einen neuen Verein, die Skizunft Brend, gründete. Das einjährige Bestehen des Vereins wurde im August 1949 mit einem Pokalturnier und anschließendem Gartenfest begangen. Da schon damals die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und Spielbetrieb nicht ausreichten um die laufenden Ausgaben zu decken, wurde nach Möglichkeiten gesucht, zusätzliche Einnahmequellen zu schaffen. So entwarf der damalige 1. Vorsitzende Otto Pfaff eine nach modernster Bauweise zusammensteckbare Theaterbühne, welche er zusammen mit Franz Furtwängler und Wilhelm Dotter in mühevoller Freizeitarbeit anfertigte. Dieselbe wurde für das Nebenzimmer im Rössle angefertigt und diente jahrelang als Bühne für die Laienspielgruppe des Vereins.

 

Erste Erfolge

1952 errang die 1. Mannschaft in der C-Klasse die Meisterschaft und schaffte damit den Aufstieg in die B-Klasse. Gleichzeitig wurde erstmals eine zweite Mannschaft zu den Verbandsspielen angemeldet. Auch einen Meilenstein in der Vereinsgeschichte stellte die Errichtung einer Tribüne 1954 dar. Diese wurde vom SV Vöhrenbach für 200 DM erworben und erfüllte ihren Zweck bis ins Jahr 2002, trotz mancher Stürme, die in der Zwischenzeit über sie hinweg gingen. 1956 wurde der Sportplatz, wiederum in Eigenarbeit, mit einer Beleuchtungsanlage versehen, um auch an den langen Herbstabenden trainieren zu können. Im September 1957 veranstalteten die Sportfreunde eines der ersten großen AH-Turniere im Schwarzwald, an dem unter anderem auch der damalige Deutsche AH- Meister Borussia Neunkirchen teilnahm. Im Jubiläumsjahr 1958 errang die 1. Mannschaft erstmals die Staffelmeisterschaft in der B-Klasse. Dies konnten sie 1959 und 1960 wiederholen, leider fehlte in den Aufstiegsspielen jedes Mal das Glück um in die A-Klasse aufzusteigen. In dieser Zeit wurde auch dreimal in Folge der Fairnesspreis des Bezirks Schwarzwald gewonnen. Weitere sportliche Erfolge waren in den Jahren 1956 und 1959 die Erringung des B-Klassen-Pokals und als Krönung 1960 der Gewinn des Bezirkspokals. Im August 1958 wurde im kleineren Rahmen das 10-jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Mit Beteiligung der Nachbarvereine aus Furtwangen, Gütenbach, Obersimonswald und Schönenbach wurde ein Spielprogramm absolviert, wobei Furtwangen I und Hornberg I das Hauptspiel bestritten. Umrahmt wurde das Programm durch einen Kameradschaftsabend mit Tanz im Gasthaus Rössle. Anlässlich des Wegzuges von Mitbegründer Otto Weis wurde im Gasthaus “Zum Ochsen” ein Fest veranstaltet. Dabei wurde Otto Weis für seine verdienstvolle Arbeit als maßgebendes Vereinsgründungsmitglied sowie als Schriftführer, Trainer und Abteilungsleiter mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet und zum Ehrenmitglied ernannt. Im Jahre 1963, zum 15 jährigen Vereinsjubiläum, wurde erstmals das Bregtalturnier in Neukirch abgehalten, ein Turnier, das 1962 von Staffelleiter Heinrich Müller aus Villingen ins Leben gerufen wurde, wobei er selbst als Stifter der Pokale auftrat. Der gesellschaftliche Teil wurde erstmals in einem großen Festzelt auf der Rösslehöhe abgewickelt. Der Höhepunkt war ein Bunter Abend unter Leitung von Walter Schunk.

 

Das Sporthaus wird gebaut

Die Tatsache, dass die Einnahmen auf dem Sportplatz die anfallenden Unkosten des Spielbetriebes immer weniger deckten, das heißt der Ertrag sank und die Kosten stiegen, machte es erforderlich nach neuen Einnahmequellen zu suchen. Es wurde der nicht leichte Entschluss gefasst, ein Sporthaus mit Ausschank zu bauen. Dieses größte Vorhaben seit Vereinsgründung wurde1967 begonnen. Das fast ausschließlich in Eigenarbeit erbaute Sportheim wurde vom damaligen Vorstand Karl Rombach mit großer Energie in Angriff genommen und im Frühjahr 1968 fertiggestellt. Die Aufnahme von Fremdgeldern für dieses Projekt machte den Eintrag ins Vereinsregister notwendig, der im November 1967 vorgenommen wurde. Die Einweihung am 7. Juni durch Ortspfarrer Josef Nock folgte ein Essen mit gemütlichem Beisammensein aller am Sporthausbau beteiligten Helfer. Den sportlichen Rahmen bildete ein AH- und ein B-Klassen-Turnier. Es hat sich gezeigt, dass der damalige Entschluss, dieses Unternehmen zu verwirklichen, richtig war, denn das Sporthaus ist im Laufe der Jahre zur Existenzgrundlage des Vereins geworden.

 

Der Sportplatz

Durch Schenkung der ehemaligen Gemeinde Neukirch ging der Sportplatz 1971 in den Besitz des Vereines über. Der Platz, der früher zum Grundbesitz des Anwesens “Rössle” gehörte, wurde bereits 1964 von der Erbengemeinschaft Rombach der Gemeinde geschenkt. Dies geschah als Dank an die Bürger für die Mithilfe am Aufbau des durch den Krieg zerstörten Gasthofes Rössle. Ein weiteres großes Projekt war der notwendig gewordene Umbau des Sportplatzes 1972 unter der Führung des damaligen Vereinsvorsitzenden Franz Schirmaier. Vor allem der schlechte Zustand der Spielfläche, besonders bei anhaltenden Niederschlägen, machte es erforderlich, den Platz mit einer neuen Decke zu versehen und die entstandenen Unebenheiten auszugleichen. Die mit Fachfirmen geführten Gespräche ließen es zweckmäßig erscheinen, den Platz mit einem neuen Unterbau mit Drainierung zu versehen. So würde man eine zeitgemäße Spielfläche erhalten, die auch auf lange Sicht der fußballbegeisterten Jugend gute Dienste leisten sollte. Der Umbau wurde im Juli 1972 begonnen und, mit Ausnahme der Erweiterung der Platzbeleuchtung, die für 1973 vorgesehen war, im selben Jahr zum Abschluss gebracht. Die Baukosten von über 70.000 DM konnten nur gemeistert werden, indem alle finanziellen Möglichkeiten ausgeschöpft und von vielen aktiven und passiven Mitgliedern zahlreiche Leistungen in Eigenarbeit erbracht wurden. Die Platzeinweihung fand vom 8. bis 10. September mit einem umfangreichen Spielprogramm statt. Leider zeigte sich das Wetter von seiner schlechten Seite, so dass das Hauptspiel FC Furtwangen I – SC Schwenningen I abgebrochen werden musste. Rechtzeitig vor Beginn der Spielrunde 1973/74 konnte der zweite Bauabschnitt, die Erstellung einer neuen Sportplatzbeleuchtung abgeschlossen werden. Vier Lichtmasten mit jeweils einer Quecksilberdampflampe von 2000 W sorgten von nun an für eine gute Platzausleuchtung die auch Flutlichtspiele zuließ. Mit einem Gesamtaufwand von 90.000 DM und 1.700 Arbeitsstunden Eigenleistung, sowie Spenden in Höhe von 6.000 DM konnte eine für diese Zeit, gute Sportanlage gebaut werden.

 

Das 25-jährige Jubiläum

Im Jubiläumsjahr 1973 hatte der Verein bereits 389 Mitglieder. Er unterhielt damals zwei aktive Mannschaften, zwei Jugendmannschaften, eine AH- Mannschaft sowie zwei Frauengymnastikgruppen und eine Mädchengruppe. Vom 22. bis 26. Juni feierten die Sportfreunde mit einem abwechslungsreichen Programm ihr Jubiläum. Neben dem Sportprogramm mit den Spielen Spfr. Neukirch – St. Märgen, FC Gütenbach – SC Gundelfingen und dem Hauptspiel FC Furtwangen – FC Gottmadingen, wurde im Festzelt ein reichhaltiges Unterhaltungsprogramm geboten. Bei dem Festbankett wirkten die Stadtkapelle Furtwangen, die Sängerrunde und der Kirchenchor Neukirch sowie die Gymnastikgruppe der Sportfreunde mit. Ein Unterhaltungsabend mit der Trachtenkapelle Tennenbronn war der Höhepunkt des Jubiläumsfestes. Die Festveranstaltungen waren sehr gut besucht, und so war man auch mit dem finanziellen Ergebnis sehr zufrieden. 1970 wurde erstmals mit der Sängerrunde Neukirch eine Theatergruppe gebildet und eine gemeinsame Weihnachtsveranstaltung durchgeführt. Dies hat sich über Jahre bewährt und wird bis zum heutigen Zeitpunkt weitergeführt. Hier ist besonders das große Engagement der Theatergruppe zu erwähnen, das wesentlich zum Bestand dieser Veranstaltung beigetragen hat.

 

Bau der Schwarzwaldhalle

Ein etwas schwieriger Weg führte zu dem im Eingliederungsvertrag mit der Stadt Furtwangen vereinbarten Bau einer Mehrzweckhalle im Stadtteil Neukirch. Als im August 1975 der Gemeinderat den schon beschlossenen Bau der Halle zurückstellte, schlugen in Neukirch die Wogen hoch. Leserbriefe und Stellungnahmen aller örtlicher Vereine, sowie von Bund und Land in Aussicht gestellte Zuschüsse bewirkten, dass das Projekt Mehrzweckhalle im Oktober erneut beraten und der Beschluss vom August mit großer Mehrheit wieder aufgehoben wurde. Somit war der Startschuss für den Bau der Halle gegeben, der dann auch zügig begonnen wurde. In Rekordzeit, im Frühjahr 1977, konnte, auch unter Mithilfe der örtlichen Vereine, soweit dies möglich und sinnvoll war, die Halle fertiggestellt werden. Die Übergabe der Schwarzwaldhalle erfolgte am 4. Juni 1977 im Rahmen einer kleinen Feier durch Bürgermeister Hans Frank, der sich ein großer Unterhaltungsabend der Neukircher Vereine anschloss. Ein Spätsommerfest, das vom 10. bis 12. September 1976 zugunsten der Halle durchgeführt wurde, erbrachte einen Reingewinn von 8.710,- DM. Die Schwarzwaldhalle ist heute in Neukirch nicht mehr wegzudenken, weder im kulturellen noch im sportlichen Bereich. Keiner weiß wie sich alles entwickelt hätte, wenn die Halle nicht gebaut worden wäre.

 

Das 30-jährige Jubiläum

Vom 21. bis 23. Juli 1978 feierten die Sportfreunde im kleineren Rahmen das 30-jährige Vereinsjubiläum. Die Veranstaltung wurde mit einem gut besuchten Jubiläumsabend eröffnet, welcher durch die Schwarzwälder Volkskapelle, die Sängerrunde Neukirch, das Vereinsballett und die Trampolingruppe des TV Villingen sehr abwechslungsreich gestaltet wurde. Der sportliche Bereich wurde durch das große und kleine Bregtalturnier geprägt, bei dem die Sportfreunde Neukirch als Pokalgewinner hervorgingen. 1978 fand erstmals ein Fußballbezirkstag in Neukirch statt. Das war für einen so kleinen Verein eine herausragende Veranstaltung. Ebenfalls 1978 wurde an der Südseite des Sportplatzes ein Ballfanggitter erstellt und in umfangreicher Eigenarbeit der Vorplatz beim Sporthaus gepflastert. Nachdem der Verein vier Jugendmannschaften im aktiven Spielbetrieb gemeldet hatte, wurde es erforderlich einen Gesamtjugendleiter einzusetzen. Schließlich erklärte sich Adolf Wehrle bereit, dieses Amt zu übernehmen. In der Generalversammlung vom 2. Februar 1979 wurde Franz Schirmaier aus Anlass seines Ausscheidens aus dem Amt des 1. Vorsitzenden für seine Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

 

Abstieg und Aufstieg

Die große Zahl an aktiven Spielern machte es für das Spieljahr 1980/81 erstmals möglich, eine dritte Mannschaft zu melden. Dies konnte jedoch nicht verhindern, dass die erste Mannschaft nach 29 Jahren Zugehörigkeit zur B-Klasse in die C-Klasse absteigen musste. Kurios war, dass die zweite und dritte Mannschaft in ihren Staffeln jeweils Meister wurden. Zwei Jahre später schaffte die 1. Mannschaft den Wiederaufstieg in die Kreisliga A, sie blieb über die ganze Saison ohne Niederlage. Die 2. und die 3. Mannschaft wurden Meister in ihrer Klasse. Um die anfallende Vereinsarbeit auf mehrere Schultern zu verteilen, wurde in der Generalversammlung im Februar 1984 die Möglichkeit geschaffen, einen dritten Vorsitzenden zu wählen. Dieses Amt übernahm Felix Mark. Im Jahr 1984 wurde unter dem Vorsitzenden Gerhard Weiß eine Teilsanierung des Sportplatzes vorgenommen um eine Verbesserung der Wasserversickerung bei starkem Regen zu erzielen, zumal eine entsprechende Überprüfung ergab, dass die Drainage größtenteils zugeschwemmt war. Im Spieljahr 1984/85 konnte leider nicht verhindert werden, dass die erste Mannschaft den Weg in die unterste Spielklasse antreten musste. Doch drei Jahre später, im Spieljahr 1987/88 konnte durch die Erringung der Meisterschaft der Aufstieg in die Kreisliga A gefeiert werden. Den großen sportlichen Erfolg vervollständigten die zweite Mannschaft und die A- Jugend, die ebenfalls in ihrer Spielklasse Meister wurden.

 

Das 40-jährige Jubiläum

Vom 26. bis zum 31. Juli feierten die Sportfreunde das 40-jährige Vereinsjubiläum. Die Einleitung bildete ein Betriebsfußballturnier, bei dem die Firma Reiner als Sieger hervorging. Beim Festbankett, das im kleineren Rahmen in der Schwarzwaldhalle stattfand, wurden Alfons Braun, Ernst Frey und Karl Rombach zu Ehrenmitgliedern ernannt. Der sportliche Höhepunkt war das Spiel der Landesligisten FC Furtwangen – FV Tennenbronn. Die Spfr. Neukirch spielte gegen den FC Obersimonswald. Eine besondere Attraktion war der Auftritt der Schwenninger Fallschirmspringergruppe “Para Club”, die auf dem Spielfeld landeten und den Spielball überbrachten. 1986 wurde an der Nordseite des Sportplatzes ein Ballfanggitter erstellt, um die Gefahrenstelle “Straße” zu entschärfen.

 

Das Sporthaus brennt

Ein Schock ging durch die Reihen der Sportfreunde, als in der Nacht vom 4. auf den 5. Januar 1989 das Sporthaus in Flammen aufging. Die vorhandenen Räumlichkeiten, einschließlich Dachraum, wurden so stark beschädigt, dass ein Abriss nicht verhindert werden konnte. Da das Sporthaus für den Spielbetrieb und auch als Einnahmequelle für die Sportfreunde zur unverzichtbaren Lebensader geworden war, gab es nur ein Ziel, schnellstmöglich ein neues Vereinsheim zu bauen. Die Bereitschaft der Mitglieder und der Bevölkerung war groß, so dass man zuversichtlich und mit viel Energie die ersten Vorbereitungen in Angriff nahm. Da das neue Sporthaus größer und auch unterkellert werden sollte, wurde Zimmermeister Florian Rombach mit der Planung und Bauleitung beauftragt. Mit großem Elan wurde der Neubau begonnen, der bereits am 30. Juni 1990 seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Es entstand ein Bauwerk mit 580 Kubikmeter umbautem Raum, das neben einer zweckmäßig gestalteten Küche, Kiosk, und Theke einen Aufenthaltsraum für 65 Personen bietet. Die volle Unterkellerung bietet neben einem schönen Lagerraum Platz für Toilettenanlagen und einer Dusche. Die Gestaltung und Ausstattung des neuen Vereinsheimes ließen dasselbe zu einem kleinen Schmuckstück im Ortsteil Neukirch werden. Außer der Elektro-, Heizungs- und Wasserinstallation wurde die meiste Arbeit in Eigenleistung ausgeführt. Rund 50 Personen waren in freiwilligem Einsatz tätig und erbrachten über 2.500 Arbeitsstunden. Allen voran ist Karl Löffler zu nennen, der allein über 800 Stunden am Bau tätig war. Auch Max Bärmann muss hier besonders erwähnt werden. Er hat in Vertretung des Ersten Vorsitzenden Lothar Hättich, der zu dieser Zeit seinen Bundeswehrdienst ableistete, die Bauarbeiten überwacht und geleitet. Ein großer Vorteil war, dass die Räumlichkeiten und Maschinen der Zimmerei Rombach mitbenutzt werden konnten. Mit einem Gesamtaufwand von rund 251.000 DM, der durch Eigenmittel, Sachspenden und Eigenleistung, sowie durch das Brandgeld für das alte Sporthaus und einem Zuschuss vom Badischen Sportbund finanziert wurde, konnte das Projekt abgeschlossen werden. Die Eigenleistungen und Sachspenden wurden mit 83.000 DM angesetzt und machten etwa ein Drittel der Bausumme aus.

 

Meisterschaft und Aufstieg

Das Jahr 1991 brachte für die Sportfreunde den bisher größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Eine Serie von 13 gewonnenen Spielen in Folge, alle Spiele der Rückrunde wurden gewonnen, führte unter den Trainern Heinz Bärmann und Manfred Straub zur Meisterschaft in der Kreisliga A. Dieser erstmalige Aufstieg in die Bezirksliga wurde im Sporthaus, gemeinsam mit allen Fans, bei einer unvergesslichen Meisterschaftsfeier, gebührend gefeiert. Das Spieljahr 1991/92 brachte sportlich nochmals eine Steigerung. Unter dem Spielertrainer Arnold Klausmann und dem Co-Trainer Manfred Straub hatte man bis vor dem letzten Spieltag die Nase vorn, und wurde doch noch von Hölzlebruck abgefangen. Weil man das letzte Spiel gegen Schonach nur 2:2 spielte, musste die anschließende Feier in Vizemeisterschaftsfeier umbenannt werden. Der zweite Platz berechtigte die Sportfreunde zu den Aufstiegsspielen gegen den Vizemeister der Bezirksliga Bodensee Orsingen anzutreten. Hier konnte sich unsere Mannschaft im Rückspiel vor über 1.200 Zuschauern mit einem 2:1 durchsetzen, so dass nach dem 2:2 im Vorspiel der Aufstieg in die Landesliga gefeiert werden konnte. Der gesamte Ortsteil Neukirch feierte diesen Erfolg bis in die frühen Morgenstunden, denn selbst kühnste Optimisten hatten den Durchmarsch in der Bezirksliga nicht für möglich gehalten. Im Sommer 1990 wurde erstmals die Stadionzeitung “Sportfreunde aktuell” herausgebracht. Mit Statistiken, Rückblicken, Tabellen und Terminen stellt sie eine, bei allen Heimspielen, gerne gelesene Lektüre dar. Die Unkosten für das Heft werden durch Inserate finanziert. Die Einnahmen durch den Verkauf kommen der Jugendarbeit zu Gute. Zur finanziellen Unterstützung der Aktiven- und Jugendmannschaften wurde auf Initiative des Ehrenvorsitzenden Franz Schirmaier im Sommer 1992 eine Fördergemeinschaft gegründet. Mit den Einnahmen sollten Zuschüsse für Fußballschuhe, Fahrtkosten für lange Strecken, Ausgaben für die Spielerbetreuung und die Jugendarbeit im Verein finanziert werden. Diese Mittel stellen für den Verein eine wesentliche Entlastung dar. Zum zweitenmal wurden die Sportfreunde 1992 beauftragt den Bezirkstag des Bezirkes Schwarzwald auszurichten.

 

In Königslutter

Anlässlich des Aufstieges in die Landesliga wurde die 1. Mannschaft im Februar 1993 vom ehemaligen Fußballkameraden Rainer Frohreich zum Vorzugspreis nach Königslutter ins Trainingslager eingeladen. Im Hotel Königshof durften sie sich einige Tage von seiner Gastfreundschaft verwöhnen lassen und alle Annehmlichkeiten des Hauses genießen, so dass die Trainingseinheiten gut verkraftet wurden. Der für alle Spieler unvergessliche Aufenthalt wurde von der AH-Abteilung organisiert und finanziell unterstützt. Es ist den Sportfreunden leider nicht gelungen sich in der Landesliga zu halten. Die 1. Mannschaft musste nach einjährigem Gastspiel wieder in die Bezirksliga absteigen. Mitausschlaggebend war sicherlich, dass neben vielen verletzten Spielern auch die Erfahrung und Routine fehlten, um sich in der Landesliga zu etablieren. Im Jahr 1994 konnte die 2. Mannschaft nach wiederholtem Anlauf Meister in der Kreisliga B werden und erstmals in die Kreisliga A aufsteigen, nachdem sie sich in den Aufstiegsspielen gegen Blumberg und Mönchweiler durchgesetzt hatte.

 

Vfl Wolfsburg – Sportfreunde

Im Januar 1995 wurde unsere Mannschaft erneut ins Hotel Königshof eingeladen, um an einem Hallenturnier teilzunehmen, welches aus Anlass des 20 jährigen Bestehens seines Hotels, von Rainer Frohreich veranstaltet wurde. Bei diesem Turnier belegten die Sportfreunde, an dem auch Mannschaften wie der Vfl Wolfsburg, Eintracht Braunschweig und Rotor Wolgograd teilnahmen, den 7. Platz. Das Spiel gegen Wolfsburg wurde mit 5:1 verloren. Ein weiterer großer Erfolg gelang den Sportfreunden 1995 mit der Erringung des Bezirkspokals. Nachdem es nach 120 Minuten, in einem wahren Fußballkrimi, gegen den FV Tennenbronn 4:4 stand, gewann unsere Mannschaft das anschließende Elfmeterschießen und holte zum zweitenmal in der Vereinsgeschichte den Bezirkspokal nach Neukirch.

Der Rechtsstreit

Über Jahre hinweg haben uns Probleme mit einem Sportplatzanlieger begleitet. Spannungen wegen Staubbelästigungen, Lärm und auf das Nachbargrundstück fallende Bälle endeten schließlich in einem Prozess, der sich von 1987 bis 1995 hinzog. Ein vom TÜV erstelltes Gutachten, sowie ein Ortstermin der Richter vom Oberlandesgericht Freiburg führte dazu, dass der Sportverein in wesentlichen Punkten entlastet wurde. Im abschließenden Vergleich wurden die Sportfreunde verpflichtet einen Ballfangzaun zu erstellen, um zu verhindern, dass weiterhin Spielbälle auf das Nachbargrundstück fallen. Die Prozesskosten mussten zum großen Teil vom Prozessgegner bezahlt werden. Der geforderte Ballfangzaun wurde im Frühjahr 1996 erstellt, die Kosten wurden in dankenswerter Weise zu 70% von der Stadt Furtwangen und zu 30% vom Badischen Sportbund getragen.

Bemühungen um einen neuen Sportplatz

Die anhaltenden Probleme mit einem Sportplatzanlieger und die Tatsache, dass die vorhandene Sportanlage nur noch bedingt die Voraussetzungen für einen reellen Spielbetrieb erfüllt, führten dazu, dass man eine neue zeitgemäße Lösung suchte. Bei Gemeinden und Vereinen, die in neuerer Zeit Sportplätze bauten, versuchte man sachdienliche Informationen zu bekommen, um für den Verein die bestmögliche Lösung zu bekommen. Man kam zu dem Entschluss, dass ein Rasenplatz in erdnaher Bauweise unserer Vorstellung am nächsten kommt, da er einerseits die preisgünstigste und andererseits die strapazierfähigste Lösung darstellt. Der alte Hartplatz soll für kritische Witterungsverhältnisse als Ausweichplatz erhalten bleiben. Da die Sportfreunde für ein solches Vorhaben kein Grundstück besaßen, wurde in den Jahren 1992 und 1993 durch Gespräche und umfassende Informationsschreiben an die Stadtverwaltung und an die Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderates versucht, auf die Sportplatzsituation in Neukirch aufmerksam zu machen. Der Bitte, die Sportfreunde in dieser dringenden Angelegenheit durch erforderlich werdenden Grundstückstausch und einem entsprechenden Zuschuss zu unterstützen, wurde aus finanziellen Gründen nicht entsprochen. Um die Aktion Sportplatzbau weiter zu intensivieren, wurde 1994 ein Sportplatzausschuss ins Leben gerufen, mit dem Ziel, Ideen, Informationen, Vorschläge und Anregungen zu sammeln, zu koordinieren und soweit möglich umzusetzen. Diesem Gremium gehörten Lothar und Ulrich Hättich, Arnold Klausmann, Albert Grießhaber, Gerold Schwär, Franz Schirmaier und Gerhard Weiß an. Erste Fortschritte wurden verzeichnet, als 1994 der geplante neue Sportplatz im Bebauungsplan für den Bereich “Auf dem Bühl” berücksichtigt wurde. Lange Zeit wurde nun gegen die Mühlen der Bürokratie versucht, das Projekt voranzutreiben, aber erst 1999 erhielten wir von allen Beteiligten grünes Licht. Zur besseren finanziellen Unterstützung des Sportplatzbauprojektes wurde nach entsprechender Vorbereitung von Franz Schirmaier am 10.10 1995 der “Förderverein Sportanlagen Neukirch” gegründet, der unter dem Vorsitz von Rainer Jung alle notwendigen Gespräche, Verhandlungen und Planungen für den neuen Rasenplatz führte.

Weitere Erfolge

Nachdem wir in den zurückliegenden Jahren immer wieder von herausragenden sportlichen Erfolgen reden konnten, sollte das Spieljahr 1995/96 einen neuen sportlichen Höhepunkt bringen. Unter dem Trainergespann Arnold Klausmann und Thomas Riesle wurde die 1. Mannschaft zum erstenmal in der Vereinsgeschichte Meister in der Bezirksliga Schwarzwald und hat dadurch den direkten Aufstieg in die Landesliga geschafft. Dieser große sportliche Erfolg wurde am 29.06.1996 anlässlich einer Meisterschaftsfeier in der Schwarzwaldhalle gebührend gefeiert. In die große Schar der Gratulanten reihten sich auch Bürgermeister Krieg und Ortsvorsteher Rombach ein. Der Feier voraus ging am 27.06. ein Empfang der Meistermannschaft durch den Ortschaftsrat Neukirch. Im Spieljahr 1996/97 gelang es der 1. Mannschaft den Klassenerhalt in der Landesliga zu sichern. Mit einem sensationellen 7. Platz konnte sie als zweitbeste Schwarzwälder Mannschaft die Spielrunde beenden. Ein besonderes Lob gilt hier unseren treuen Zuschauern, die uns bei jedem Heimspiel unterstützen. Nach Immendingen und Öhningen hatte Neukirch mit einem Schnitt von 242 Zuschauern pro Spiel den drittbesten Zuschauerzuspruch zu verzeichnen.

Damen kommen nach Neukirch

1997 wechselte die Damenmannschaft vom FC 07 Furtwangen zu den Sportfreunden über. Die Damenmannschaft, mit Klaus Waldvogel als Trainer, der fünf Neukircher Spielerinnen angehörten, hat sich reibungslos eingelebt und ist zu einem festen Bestandteil des Vereins geworden. Mittlerweile gibt es drei Mädchenmannschaften, mit denen bereits vielversprechende Erfolge erzielt wurden.

Waschfrauen und Waschmaschinen

Bei jedem Sportverein bereitet es gewisse Schwierigkeiten die Sportkleidung zu waschen. Dies besonders dann, wenn die Spieler die Trikots mit nach Hause nehmen mussten. Ist ein Spieler ausgefallen, war es unter Umständen ein Problem, das betreffende Trikot für den Ersatzspieler zur Verfügung zu haben. Aus diesem Grund versuchte man jemanden zu finden, der bereit war die Mannschaftstrikots zu reinigen und spielbereit zu halten. In Berta Kaltenbach konnte anfangs der 50er Jahre diese Person gefunden werden. Sie reinigte die Trikots für ein kleines Entgelt, wobei in der Anfangsphase noch von Hand gewaschen werden musste. Als Waschhilfe stand lediglich eine Schleuder zur Verfügung, die nach einigen Jahren durch eine Waschmaschine ersetzt wurde. Als Ernst Frey 1956 heiratete, hat auch seine Frau Erika mitgeholfen. Es war nicht immer einfach, die Trikots zum nächsten Spiel trocken zu bekommen, vor allem wenn auch am Mittwoch gespielt wurde. Mit der Anzahl der Mannschaften stieg natürlich auch die Zahl der zu reinigenden Trikots. Am Anfang waren es zwei Mannschaften, mittlerweile sind es sieben Mannschaften, deren Trikots wöchentlich gereinigt werden müssen. Nachdem Frau Kaltenbach aus Altersgründen zurückstecken musste, hat Erika Frey das Trikotwaschen voll übernommen. Sie führt dies bis zum heutigen Tag zur vollsten Zufriedenheit des Vereins aus. Diese Arbeit kann nicht hoch genug geschätzt werden und hat einen ganz besonderen Dank verdient.

Der 23. Mann

Wie alle wissen, ist für jedes Spiel auch ein Schiedsrichter erforderlich. Dies hat zur Folge, dass jeder Verein, entsprechend der aktiven gemeldeten Mannschaften, Schiedsrichter zu stellen hat. Darin hatten die Sportfreunde immer etwas Probleme. Wir tun uns schwer, junge Leute zu finden, die auf dem Sportplatz den Ton angeben möchten. Aktuell müssen wir fünf Schiedsrichter stellen, für jeden fehlenden Schiedsrichter muss eine Strafgebühr entrichtet werden. Daher sind alle Interessierte aufgerufen, die Schiedsrichterlaufbahn einzuschlagen. Der Verein würde alles weitere veranlassen und gegebenenfalls eine Anmeldung für den nächsten Lehrgang vornehmen. Im Jubiläumsjahr 1998 hatten die Sportfreunde 785 Vereinsmitglieder, und zwar 348 Frauen und 437 Männer. Es spielten drei aktive Herrenmannschaften, eine Damenmannschaft, eine AH-Abteilung, sowie fünf Jugendmannschaften und eine Mädchenmannschaft. Des weiteren gehörten dem Verein zwei Frauen-Gymnastikgruppen, eine Kinderturngruppe und eine Eltern-Kind-Turngruppe an

Das 50-jährige Jubiläum

1998 konnte am letzten Spieltag der Klassenerhalt in der Landesliga gesichert werden und die Mannschaft feierte gemeinsam mit dem Vize-Meister Welschingen-Binningen. Nach der Feier zeltete die Mannschaft direkt neben dem Fußballplatz in Welschingen und verbrachte viele feucht-fröhliche Stunden. In diesem Jahr konnten die Sportfreunde außerdem ihr 50-jähriges Jubiläum feiern. Hierbei wurden 8 Mitglieder des Vereins, die sich über viele Jahre weg verdient gemacht haben, zu Ehrenmitgliedern ernannt. Es waren dies Max Bärmann, Heinz Bärmann, Ernst Löffler, Felix Mark, Ernst Rombach, Max Rombach, Albert Seng und Adolf Wehrle. Außerdem erhielt Lothar Hättich die Verbandsehrennadel für 10 Jahre aktive Vorstandsarbeit. Für das Rahmenprogramm an diesem Wochenende waren verschiedene Musikgruppen sowie attraktive Fußballgegner engagiert worden. So spielten die Linacher Wälderbuebe, die Mooskirchner und die Grashüpfer zur Unterhaltung und zum Tanz. Außerdem trat das Damenballett mit einem Tanz auf. Leider wurde das Hauptspiel unserer ersten Mannschaft gegen den FC Neustadt mit 0:3 verloren, was der Stimmung jedoch keinen Abbruch tat.

Hundeschlittenrennen

Auf dieses an Höhepunkten reich gespickte Jahr folgte 1999 das erste Hundeschlittenrennen, dass gemeinsam mit der Skizunft Brend und dem Schlittenhundeverein ausgeführt wurde. Die Veranstaltung wurde bei wunderbarem Wetter und zahlreichen Zuschauern ein großer Erfolg und wurde im Jahr 2000 bei schlechterem Wetter wiederholt. Trotzdem kamen die Zuschauer wieder und erfreuten sich an den wunderschönen Tieren.

Abstieg

Aus sportlicher Sicht musste im Jahr 1999 dann jedoch leider der Abstieg in die Bezirksliga hingenommen werden. Doch Zeit zum Trauern blieb nicht, da wir auch in der Bezirksliga hart kämpfen mussten und im Jahr 2001 den weiteren Abstieg in die Kreisliga A nicht verhindern konnten. Nach vielen Jahren Bezirksliga bzw. Landesliga sahen sich die Sportfreunde nun in der zweituntersten Klasse wieder. Doch die Sportfreunde Neukirch sollten hier nicht lange verweilen.

 

Rasenplatzeinweihung 2002

Nach jahrelanger Planung, vielen Aktivitäten und einer riesigen Eigenleistung war es 2002 soweit. Ein großer Traum der Sportfreunde ging in Erfüllung. Der neue Rasenplatz unterhalb der Schwarzwaldhalle konnte eingeweiht werden. Dies war nur dank dem Förderverein Sportanlagen Neukirch, der zuerst unter Rainer Jung und dann unter Gerhard Weis großartige Vorarbeit geleistet hatte, und den treibenden Kräften der Vorstandschaft mit Günter Weis und Roland Bartle, überhaupt möglich. Den Spendern der Bausteinaktion wurde mit einem Gruppenfoto gedankt. Als Hauptattraktion des Rahmenprogramms spielten “Die Fürsten” im vollen Festzelt. Die Rockband heizte kräftig ein und konnte bestens überzeugen. Pfarrer Werner segnete am nächsten Tag offiziell den Platz und der Spielbetrieb konnte beginnen. Die erste Mannschaft konnte sich mit einem 4:2 gegen eine Bregtalauswahl durchsetzen. Die Damen-Bundesligamannschaft des SC Freiburg, mit der ehemaligen Sportfreunde-Jugendspielerin Christine Kaltenbach, konnte mit einem 9:0 gegen eine Schwarzwaldauswahl überzeugen. Über 500 Zuschauer verfolgten bei herrlichem Wetter die beiden Spiele.

 

Doppelmeisterschaft 2003

Trainer Walter Straub gelang es mit einer Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten zwei schlagkräftige Teams zu formen. Erste und zweite Mannschaft wurden in ihren Ligen Meister und stiegen direkt in die Bezirksliga bzw. Kreisliga A Staffel III auf. Diesen grandiosen Erfolg feierte die Erste am vorletzten Spieltag in Schonach und die Zweite machte es am letzten Spieltag daheim gegen Vöhrenbach nach.

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